Das Buch zur Festung Mainz

Überall im Buchhandel erhältlich

 

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Fort Biehler Fort Bingen Festungsbahn in Nieder-Olm Infanterieraum in Zornheim
Die Festungsstadt am Rhein
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Bollwerk Mainz - Die Selzstellung in Rheinhessen

 

Das Buch zur Geschichte der Festung Mainz vor und während des Ersten Weltkrieges

 

 

 

 

 

2. Auflage Mai 2014

Hardcover. 228 Seiten

299 Abbildungen. Karten und Pläne

Fornat 25 cm x 28,6 cm

Verkaufspreis: 28 Euro

Erhältlich überall im Buchhandel

Inhalt des Buches

Faltblatt zum Buch

Buchbesprechungen

Bestseller zum Ersten Weltkrieg

 

Leseproben - Blick ins Buch

 

 

Vorwort des Buches "Bollwerk Mainz - Die Selzstellung in Rheinhessen"

Vorwort im Buch lesen

Vor und während des Ersten Weltkrieges entstand in Mainz und im rheinhessischen Umland eine der wichtigsten Festungen im Westen des Deutschen Reiches. Es war der letzte Abschnitt einer Geschichte, die Mainz über mehrere Jahrhunderte als bedeutende Festungsstadt geprägt hatte. Bis 1918 erstreckten sich über 350 moderne Festungswerke, Lagerplätze, Wasserwerke und Fernmeldestationen im Halbkreis von Heidenfahrt, Ingelheim, Heidesheim, Wackernheim, Essenheim, Ober-Olm, Nieder-Olm, Ebersheim, Gau-Bischofsheim bis nach Weisenau. Die Versorgung und der Nachschub waren durch ein militärisches, über 40 km langes Straßen- und Bahnnetz sowie eine Zahnradbahn in Ingelheim sichergestellt. In Mainz bildeten vierzehn große Forts den inneren Festungsring. Auf dem Westerberg, in Stadecken-Elsheim, Zornheim, Mommenheim, Nierstein und in Bingen gab es vorgeschobene Stellungen oder konkrete Planungen für einen Brückenkopf. Mit 30.000 Soldaten und Arbeitern waren für den Bau der Festung Mainz kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges so viele Arbeiter im Einsatz wie in Ägypten für den Bau der Cheopspyramide.

Dieser gigantische Aufwand diente einem klaren Zweck. Nach den Vorstellungen des deutschen Kaisers und der Berliner Generäle waren Mainz und Rheinhessen ein denkbarer Kriegsschauplatz. Ein mögliches Schlachtfeld vor unserer Haustür. Vorbereitet hierfür war alles. Das und wie es dazu kam, ist Gegenstand dieses Buches.

Heute wissen wir, dass in der Region so gut wie keine direkten Kriegshandlungen stattgefunden haben. Den Krieg in den Weinbergen hat es zum Glück in Rheinhessen nicht gegeben. Für manche ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Festung Mainz und die damit verbundenen Kriegspläne aus dem Bewusstsein der Region verschwunden sind. Kaum jemand kennt noch die Ausmaße und die Bedeutung des Mainzer Fortgürtels. Vergessen ist auch die Selzstellung, obwohl hiermit die größte zusammenhängende Baumaßnahme in Rheinhessen aller Zeiten verbunden war.

Wohl keine andere Festungsstadt ist so rigoros von diesem Erbe befreit worden wie Mainz. Die Reste der Festungswerke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges liegen fast alle tief vergraben unter der Erde. Geblieben sind allerdings markante Bauten aus früheren Festungszeiten, wie die Zitadelle, das Proviantmagazin, zwei Kavaliere des Rheingauwalls, mehrere Tore der Rheinkehlbefestigung sowie viele Kilometer Minenund Kommunikationsgänge unter den alten barocken Forts. Mehrere Vereine machen inzwischen einzelne Werke wieder der Öffentlichkeit zugänglich und vermitteln den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck von einem bedeutenden Abschnitt der Stadt- und Regionalgeschichte. Die Fragen sind dabei immer die gleichen. Warum gab es über viele Jahrhunderte gerade in Mainz und Rheinhessen eine so mächtige Festung? Wie war diese ausgebaut? Welche Auswirkungen hatte das auf die Bevölkerung? Welche Funktion hatten die großen Forts in Mainz? Was hat es mit der Selzstellung auf sich? Welche Festungswerke gab es und wo standen sie? Weshalb sind sie verschwunden? Wo finden sich heute noch Reste?

Auf diese Fragen werden in diesem Buch Antworten gegeben. Neben der Befragung von Zeitzeugen und der Auswertung von Archivmaterialien hat das Autorenteam bei seinen jahrelangen Recherchen Fotos, Luftbilder, Pläne und Karten entdeckt, die von der Festung Mainz und der Region vor und während der Zeit des Ersten Weltkrieges ein bisher unbekanntes Bild zeichnen. Ein einzigartiger Blick auf verschiedene Festungswerke wird darüber hinaus durch Gemälde und Skizzen des bekannten Festungsmalers André Brauch ermöglicht. Anhand von Originalplänen und alten Fotos hat er detailgetreu einzelne Werke zum ersten Mal in Öl auf Leinwand wieder sichtbar gemacht.

Um die Geschichte der Festung Mainz für jeden erlebbar zu machen, gibt es in diesem Buch eine neue Karte zur Festung Mainz. Auf aktuellen topographischen Karten im Maßstab 1:25000 sind die Standorte von vielen Festungswerken eingetragen. Diese lassen sich damit mühelos auf Entdeckungstouren erwandern - und garantieren zugleich ein besonderes Geschichts- und Landschaftserlebnis mitten in Rheinhessen.

 

 

 

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»Die Geschichte von Mainz ist in der ältesten Zeit ausschließlich, in der späteren vorwiegend, eine Geschichte seiner Festung und Garnison. Seit nahezu zweitausend Jahren das stärkste Bollwerk und mächtigstes Waffenlager am Rhein, ward Mainz der Schauplatz so vieler Kämpfe, Belagerungen und Kriegsnöte wie keine andere Stadt auf deutscher Erde. Soldaten aus fast allen Ländern der Welt sind im Lauf der Jahrhunderte durch seine Tore gezogen und auf seinen Wällen standen die berühmtesten Feldherren Europas von Drusus bis zu Gustav Adolf, Prinz Eugen, Napoleon und Moltke« (Börckel, 1913)