Die Festung Mainz entdecken

2000 Jahre Festungsgeschichte

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Die Festungsstadt am Rhein
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Bollwerk Mainz

 

Nachrichten

 

Hiwweltour Bismarckturm: Premiumwanderweg mit Blick auf Festungsgeschichte

Die Hiwweltouren sind im Land der 1000 Hügel, oder ‘Hiwwel‘, wie sie hier genannt werden, beheimatet. Die Prädikatswanderwege führen durch Deutschlands größtes Weinanbaugebiet Rheinhessen: Über sanfte Hügel, mitten durch gepflegte Weinberge, zu aussichtsreichen Hohen und idyllischen Tallagen“, so wirbt die Rheinhessen-Touristik GmbH unter dem Motto „Querfeld Wein“ für Wanderungen mit überwältigenden Blicken ins Rheintal und in den Taunus. Zu entdecken gibt es dabei weite Hügellandschaften, gepflegten Weinanbau und einladende Winzerorte. Und natürlich geschichtsträchtige Orte. So zum Beispiel entlang des Prädikatswanderweges rund um den Bismarckturm bei Ingelheim und Gau-Algesheim. Entlang der „Hiwweltour Bismarckturm“ haben die  Stadt Gau-Algesheim in Kooperation mit der Carl-Brilmayer-Gesellschaft zwei Erinnerungstafeln auf dem Westerberg zu heute noch erhaltenen Infanteriestellungen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges aufgestellt.

„Obwohl hier nie Kämpfe stattgefunden haben, zeigen uns diese Bodendenkmäler mit ihren Infanteriestellungen auf dem Westerberg, dass Rheinhessen einem Krieg in den Weinbergen nur knapp entronnen ist“, stellte eine Besucherin bei der Eröffnung der Erinnerungstafeln am 3. Mai 2015 fest. Für die Wanderer entlang des Premiumwanderwegs werden jetzt die regionalen Spuren der Geschichte des Ersten Weltkriegs sehr anschaulich lebendig und die Bedeutung der Festungsreste als kulturelles Erbe erlebbar gemacht.

Viele weitere Informationen hier

Erinnerungstafeln anschauen

Wanderkarten für „Hiwweltour Bismarckturm“

Festungstouren - Festungsstadt Mainz entdecken

 

Flugplatz Gonsenheim: Standort von Jagdfliegern im Ersten Weltkrieg

Ballonabwehrkanone im Fort Weisenau„Bei uns gibt es eine ‚Manfred-von-Richthofen-Straße‘ sowie eine Straße ‚Am Alten Flugfeld". Beide Straßen erinnern an den ersten Mainzer Flugplatz und an die Zeit des Ersten Weltkrieges“, berichtete ein Teilnehmer bei der Veranstaltung des Heimat- und Geschichtsvereins Mainz-Gonsenheim (HGG) am 26. März 2015. Der Verein hatte zu dem Vortrag  „Bollwerk Mainz: Die Selzstellung in Rheinhessen - eine der wichtigsten Festungen im Westen des Reiches im Ersten Weltkrieg“ eingeladen. Der Referent, Dr. Rudolf Büllesbach, informierte dabei insbesondere über die Bedeutung des Gonsenheimer Flughafens für die Luftabwehr über Mainz (Foto links: Flugabwehr im Fort Weisenau) bei Angriffen von feindlichen Flugzeugen während des Ersten Weltkrieges.

In seinem Vortrag erinnerte der Referent auch an den verheerenden Luftangriff auf Mainz am 27. Februar 1945, in dem große Teile der Stadt zerstört und mehr viele Menschen ihr Leben verloren haben. „Vor dem Hintergrund dieser schrecklichen Ereignisse wird häufig vergessen, dass Mainz auch Ziel von Bombenangriffen während des Ersten Weltkrieges war“, so Rudolf Büllesbach. So kamen in der Mainzer Neustadt am 9. März 1918 bei einem britischen Luftangriff elf Menschen zu Tode. Noch heute erinnert in der Adam-Karrillon-Straße vor dem Eckhaus zur Forsterstraße eine im Bürgersteig eingelassene Markierung aus halbkreisförmig angeordneten kleinen weißen und schwarzen Pflastersteinen an das damalige Ereignis. Den letzten Fliegerangriff des Ersten Weltkrieges auf Mainz gab es im September 1918, bei dem etwa 13 Bomben abgeworfen wurden. Es entstand Sachschaden an Häusern und an einer Kirche.

Der Luftkrieg war im Ersten Weltkrieg eine neue Erfahrung. Als Festungsstadt war Mainz ein wichtiges militärisches Ziel für feindliche Luftangriffe.

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Rheinhessen liest: Viele Besucher bei „Bollwerk“-Lesung

Rheinhessen liest„So viele Besucherinnen und Besucher hat es bisher noch bei keiner Lesung bei `Rheinhessen liest` hier in Zornheim gegeben“, so das Resumé  der Veranstalter am Ende eines rundum gelungen Abends. Und tatsächlich. Das Weingut des Ökowinzers Herbert Braunbeck war an einem November-Abend bis auf den letzten Platz besetzt. In Zornheim präsentierte die örtliche Volkshochschule – so die Allgemeine Zeitung  - „ein außergewöhnliches Autorentrio“. Dr. Rudolf Büllesbach, Hiltrud Hollich und Elke Tautenhahn lasen aus ihrem Buch "Bollwerk Mainz - Die Selzstellung / Kriegsvorbereitungen in Rheinhessen". Mit sorgfältig ausgewählten Abschnitten  aus dem Buch stellten die beiden Autorinnen und der Autor den Bezug der Region zum Ersten Weltkrieg her. Viele  Besucherinnen und Besucher waren überrascht, wie konkret der deutsche Kaiser und die Berliner Generäle ein Schlachtfeld in Rheinhessen geplant hatte. „Zum Glück hat es den Krieg in den rheinhessischen Weinbergen nicht gegeben“, so die übereinstimmende Meinung nach Abschluss der Lesung.

Die Lesung in Zornheim hat erneut belegt, wie gut die Veranstaltungsreihe „Rheinhessen liest“ aufgenommen wird. Anlass und Ansporn dieser Reihe ist es, sich der eigenen Identität von Rheinhessen bewusster zu werden. Wenn der Herbst gekommen ist, die Trauben „lese“-reif sind und der erste Nebel über den Tälern liegt, findet seit 2007 „Rheinhessen liest“ statt.

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Zitadelle Mainz – Nach dem Krieg vor Zerstörung gerettet

Zitadelle Mainz – Nach dem Krieg vor Zerstörung gerettetEs hätte das Ende sein können. Das Ende der Zitadelle Mainz, die heute eindrucksvoll das Stadtbild von Mainz prägt. Vorbereitet für die Sprengung einer der schönsten deutschen Zitadelle war alles. Warum es nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nicht zur Zerstörung der Mainzer Zitadelle kam und welche Rolle dieses Kulturdenkmal im Großen Krieg spielte, war Gegenstand eines Vortrags am Vorabend des Zitadellenfestes am 14. September 2014.

Eingeladen zu der Veranstaltung hatte die Initiative Zitadelle Mainz (IZM). In seinem Vortrag „Mainz und der Beginn des Ersten Weltkrieges“ informierte Dr. Rudolf Büllesbach zusammen mit dem Gründer des Garnisonmuseums, Wolfgang Balzer,  über die Festung, die Garnison und die Heimatfront während der Jahre 1914 bis 1918. In dem bis zum letzten Platz gefüllten Drusussaal der Zitadelle erhielten die Besucherinnen und Besucher weiterhin viele Informationen über die Kriegsvorbereitung der Festung Mainz und deren Zerstörung nach dem Ende des Krieges.

Die Geschichte der Mainzer Zitadelle geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Um 1655 entschied der Mainzer Kurfürst, die Stadt Mainz mit Bastionen nach französischer Bauart zu umgeben. Im Zuge dieses Festungsbaus wurde die Zitadelle, wie wir sie heute kennen, ausgebaut.

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Originaldokument aus dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes zur Rettung der Mainzer Zitadelle

 

Ausgrabungen in Mommenheim: Reste der Festung Mainz entdeckt

Mommenheim 1914Vorsichtig greift die große Schaufel des Baggers in die Erde. Zentimeter für Zentimeter werden freigelegt und dann ist es soweit. Die Baggerschaufel kratzt auf Beton und es steht fest, dass es an dieser Stelle nicht tiefer in die Erde gehen wird. Normalerweise wäre das für den Baggerführer ein Problem. Heute aber ist das anders. Am 14. Mai war dieser Widerstand in der Erde ein Anlass zur Freude. Denn worauf der Bagger gestoßen war, waren gesprengte Betonreste eines Infanteriestützpunktes der Festung Mainz aus dem Ersten Weltkrieg. Wie kam es zu dieser denkwürdigen Entdeckung?

Im Frühjahr 2014 hatte das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück ein Flurbereinigungsverfahren in Mommenheim eingeleitet, bei dem Grundstücke zusammengelegt werden sollten, weil sie zu klein, unwirtschaftlich geformt oder zersplittert gelegen waren. Viele dieser Grundstücke werden für den Weinbau genutzt. Als das DLR als eine der ersten Maßnahmen die alten Rebstöcke beseitigt und die Oberflächen eingeebnet hatte, wurde die Zornheimerin Hiltrud Hollich auf die Maßnahme aufmerksam. Die rheinhessische Kultur- und Weinbotschafterin und Mitautorin des "Bollwerk Mainz – Die Selzstellung in Rheinhessen", ein Buch zur Festungsgeschichte der Region im Ersten Weltkrieg, erkannte schnell, dass unter einem größeren Hügel des Geländes die Überreste eines Festungswerks liegen mussten. Nachfragen beim DLR ergaben, dass dort von einer Festung nichts bekannt war. Diese hatten auch keine Hinweise von der Generaldirektion Kulturelles Erbe erhalten. Schnell war jedoch die Idee, an der bezeichneten Stelle einmal nachzuschauen.

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"Bollwerk Mainz": Amazon-Buchbestseller zum Ersten Weltkrieg

"Bollwerk Mainz": Amazon-Buchbestseller zum Ersten WeltkriegFür den Münchener morisel-Verlag war es eine frohe Kunde. Das Buch "Bollwerk Mainz - Die Selzstellung in Rheinhessen" war bei dem Online-Buchhändler Amazon auf Platz 5 der Bestsellerliste bei den Büchern zum Erster Weltkrieg geklettert. Das Buch folgte damit in der Kategorie "Politik & Geschichte > Deutsche Geschichte > Erster Weltkrieg " den Bestsellern von Christopher Clark (Die Schlafwandler), Herfried Münkler (Der Große Krieg), Jörn Leonhard (Die Büchse der Pandora) und Oliver Janz (Der große Krieg). "Wir gratulieren ganz herzliche die beiden Autorinnen und den Autor zu dem Erfolg. Diesen ist es gelungen, ein überregionales Thema wie den Ersten Weltkrieg aus regionaler Sicht zu erzählen und für die Leserinnen und Leser verständlich aufzubereiten", so ein Sprecher des morisel-Verlages.

Das Buch "Bollwerk Mainz" war Mitte Dezember 2013 erschienen und wurde sofort auch vom örtlichen Buchhandel und den regionalen Medien mit großem Interesse aufgenommen. "Ohne Zweifel gelang den drei Autoren (...) mit diesem zudem noch sehr wertig aufgemachten Werk für Rheinhessen und darüber hinaus ein großer Wurf. [Diese] bereiten (...) die Geschichte (...) in einer auch für Nicht-Historiker verständlichen und überaus informativen Art und Weise auf, wie es bisher noch nicht geschehen ist", heißt es in einer Buchbesprechung in der Allgemeinen Zeitung vom 8. April 2014. Aber auch in Fachkreisen findet das Buch eine große Beachtung. In der März-Ausgabe der vom Studienkreis "interfest" herausgegebenen Zeitung "Der Wall" stellt der international anerkannte Festungsexperte Dr. Hans-Rudolf Neumann fest, dass das Buch " vor allem durch die Vielseitigkeit der Darstellungen" fasziniere.

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Archäologische Spuren: Infanteriestellungen aus Erstem Weltkrieg rekonstruiert

Infanteriestellungen aus Erstem Weltkrieg auf dem WesterbergEs war ein Moment, an den sich viele Besucherinnen und Besucher noch lange erinnern werden. Bei einer Veranstaltung in der Rathausscheune in Gau-Algesheim und einer anschließenden Exkursion auf dem Westerberg konnten original erhalte Infanteriestellungen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges rekonstruiert werden. Ein Krieg vor der Haustür: In Gau-Algesheim erschien das Unvorstellbare auf einmal möglich. Archäologisch ist die Rekonstruktion eine kleine Sensation. Neben dem Westerberg gibt es nur noch in Emmerich-Elten original erhaltene Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg.

Gebaut wurden die Infanteriestellungen auf dem Westerberg oberhalb von Gau-Algesheim zwischen dem Bismarck-Turm entlang des oberen Kreuzweges bis Appenheim. Die Carl-Brilmayer-Gesellschaft hatte am 14. März 2014 zu der Veranstaltung "Das Bollwerk Mainz im 1. Weltkrieg oder Woher kommen die Löcher auf dem Westerberg?" eingeladen. Am Ende seines Vortrages konnte der Referent, Dr. Rudolf Büllesbach, die Rekonstruktionen der Infanteriestellungen vorstellen.

Grundlage hierfür waren Lidar-Scans, die das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz (LVermGeo) entlang der Höhen des Westerbergs angefertigt hatte. Die moderne Technologie (Lidar: Light detection and ranging) hilft in Gegenden, wo Festungsreste aus einem Flugzeug wegen schützender Blätterdächer unsichtbar bleiben. Lidar sendet aus der Höhe Lichtimpulse zu Boden. Die unterschiedlichen Bodenstrukturen werfen sie unterschiedlich zurück - und so wird erkennbar, was unter der Blätterdecke verborgen liegt. Mit dieser Methode ist es gelungen, oberhalb von Gau-Algesheim "die Löcher auf dem Westerberg" wieder sichtbar zu machen.

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Erster Weltkrieg: Kriegspläne für Mainz und Rheinhessen

Schlieffenplan im Ersten WeltkriegDer französische Plan XVII lag seit 1911 auf dem Tisch. Es war ein Offensivplan, dem eine "Doctrine de l'attaque constante" (Doktrin des permanenten Angriffes) zugrunde lag und der bei den französischen Soldaten einen heroischen Kampfgeist auslösen sollte, um damit jede deutsche Gegenwehr zu brechen. Wenn der Krieg beginnt, sollten nach dem Plan XVII die Truppen unseres Nachbarlandes über Lothringen und das nördliche Elsass tief bis zum Rhein vorstoßen. Die Antwort auf diesen französischen Plans fand sich in Deutschland im Schlieffenplan. Anders als vielleicht erwartet, sollten die deutschen Soldaten dieser "Offensive à outrance" (Offensive bis zum Äußersten) in den Grenzgebieten keinen langanhaltenden Widerstand leisten. Im Gegenteil. "Moltkes Aufmarschanweisung für die 6. Armee unter Kronprinz Rupprecht von Bayern sah vor, dass sich deren Einheiten bei dem erwarteten Angriff der französischen 3. und 5. Armee zurückziehen sollten, um die Gegner […] ins Reichsgebiet hineinzulocken", schreibt Herfried Münkler in seinem jüngsten Bestseller "Der Grosse Krieg" über den von Frankreich erhofften "Liebesdienst".

Heute wissen wir, dass dieser Plan nicht funktioniert hat. Anders als von Moltke geplant, lockte der bayerische Kronprinz die französischen Armeen nicht nach Deutschland, sondern ging statt dessen ohne Befehl selbst in die Offensive. Die französischen Truppen wurden hinter ihre eigene Festungslinie zurückgeworfen. Folge: Mit der bayerischen Gegenoffensive wurde der Drehtüreffekt des deutschen Schlieffenplans blockiert. "Was taktisch ein Erfolg des deutschen Heeres war, erwies sich strategisch als ein verhängnisvoller Fehler, und mancher Analytiker meinte später, die Deutschen hätten die große Schlacht im Westen nicht an der Marne, sondern bereits in Lothringen verloren", so Münkler in seinem Buch.

Was hat dies alles mit Mainz und Rheinhessen zu tun? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Vortrags "Kriegspläne für Rheinhessen – Die Festung Mainz im Ersten Weltkrieg", zu dem der Mainzer Altertumsverein am 6. Januar 2014 eingeladen hatte. In seinem Vortrag zeigte Dr. Rudolf Büllesbach auf, dass die ursprünglichen deutschen und französischen Kriegsplanungen einen Kriegsschauplatz in Mainz und Rheinhessen vorsahen.

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"Bollwerk Mainz": Jetzt überall im Buchhandel erhältlich

Zornheim: 100 Jahre Erster Weltkrieg 2014 jährt sich zum 100. Mal der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Während sich bereits heute viele Medien den damaligen Kriegsschauplätzen in Frankreich zuwenden oder Christopher Clark in seinem Bestseller "Die Schlafwandler" untersucht, wie Europa in den Krieg zog, richtet das am 13. Dezember erscheinende Buch "Bollwerk Mainz - Die Selzstellung in Rheinhessen" den Blick auf Rheinhessen. Denn nach den Vorstellungen des deutschen Kaisers und der Berliner Generäle war auch unsere Region als möglicher Kriegsschauplatz im Rahmen des Schlieffenplans vorgesehen. Ein Schlachtfeld am Rhein. Ein Krieg in den Weinbergen. Vorbereitet hierfür war alles. In jahrelanger Detailarbeit haben die Autoren in verschiedenen Archiven und vor Ort recherchiert und bisher unbekannte Dokumente, Karten und Fotos entdeckt. Nicht nur regionalgeschichtlich Interessierte werden im Buch eine spannende und weitgehend unbekannte Seite von Rheinhessen kennenlernen.

Das Buch wurde durch den früheren Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Staatssekretär a.D. Martin Stadelmaier, in der Universität Mainz vorgestellt.

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100 Jahre Erster Weltkrieg - Festungswerke in Zornheim

Zornheim: 100 Jahre Erster WeltkriegIm nächsten Jahr jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Das war Anlass für die Arbeitsgemeinschaft Rheinhessischer Heimatforscher e.V., dieses wichtige Ereignis zum Thema für ihre Jahrestagung zu machen. Unter dem Titel "100 Jahre Erster Weltkrieg - Festungswerke der Selzstellung in Zornheim" informierten die beiden Referenten Georg Bertz und Rudolf Bülllesbach über die Vorbereitungen, die in und um Zornheim für den Ersten Weltkrieg getroffen worden waren. Ungläubiges Staunen gab es angesichts des gigantischen Umfangs der Baumaßnahmen und der konkreten Kriegsvorbereitungen. Alleine in Zornheim wurden bis 1915 insgesamt 89 betonierte Festungswerke gebaut. In der Nachbarschaft hatten die Militärs in Ebersheim 27, in Nieder-Olm 14 und in Harxheim 21 betonierte Infanterie-, Munitions- und Artillerieräume gebaut. "Zum Glück hat es den Krieg in den Weinbergen nicht gegeben", stellte ein Besucher am Ende der Veranstaltung erleichtert fest.

Zu sehen gab es in Zornheim erstmals ein neues Gemälde des Festungsmalers André Brauch. Dieser hatte auf der Grundlage alter Fotos, Originalplänen und umfangreichen Akten den "Infanteriestützpunkt Auf der Muhl" (Fort Muhl) originalgetreu rekonstruiert.

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Baugebiet Nieder-Olm: Festungsreste aus dem Ersten Weltkrieg ausgegraben

Baugebiet Nieder-Olm: Festungsreste aus dem Ersten Weltkrieg entdecktWas für eine Überraschung. Da soll vor dem ersten Frost noch der Keller ausgehoben sein, und dann das! Mehrere Tonnen Beton müssen für viel Geld aus der Baugrube entfernt werden.

Diese Erfahrungen haben verschiedene Bauherren im Baugebiet "Weinberg IV" in Nieder-Olm gemacht. Sind die Betonbrocken für die Archäologen interessant und droht ein Baustopp? Solche und ähnliche Fragen sind an den Baustellen zu hören.

Schnell wird deutlich, dass es auf dem Gelände des Baugebiets früher bereits eine Bebauung gegeben haben muss. Die jetzt zu einem großen Haufen aufgetürmten Brocken enthalten Eisenarmierungen und sind damit nicht natürlichen Ursprungs. Alt können die Brocken auch nicht sein, denn Eisen gibt noch nicht so lange. Warum weiß aber dann kaum jemand, was hier gefunden wurde?

Was die Bauherren in ihren zukünftigen Kellern so unliebsam überrascht hat und jetzt schön aufgeschichtet zu sehen ist, sind Reste der Selzstellung aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Was unter der Erde verschwunden und vergessen war, kommt nach vielen Jahrzehnten in Nieder-Olm wieder zum Vorschein.

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Ingelheim: Zahnradbahn führte auf den Westerberg

Heutige Straße und ehemalige Trasse der Zahnradbahn auf den Westerberg Die Festung Mainz mit der Zitadelle ist für viele ein Begriff. Von den Festungsanlagen in Rheinhessen ist dagegen heute kaum noch etwas bekannt, obwohl sie zwischen 1908 und 1922 die Landschaft geprägt haben. Auf einer Länge von 26 Kilometern entstanden bis Mitte des Ersten Weltkriegs mehr als 300 Festungsanlagen halbkreisförmig um Mainz.

Der Historischer Verein Ingelheim e.V. hatte zu einem Vortrag zu diesem Thema eingeladen. Die beiden Referenten Dr. Rudolf Büllesbach und Georg Bertz zeigten auf, dass viele Infanteriestellungen auf Ingelheimer Gelände standen. Wanderer, die beispielsweise den ausgewiesenen Wanderweg zu der karolingischen Wasserleitung benutzten, kommen an mindestens vier Standorten vorbei.

Überraschend war für die meisten der 100 Besucherinnen und Besucher, dass in Ingelheim mitten im Ersten Weltkrieg die vordere Festungslinie der Festung Mainz stand. Wenige Tage nach Beginn des Krieges wurde nämlich mit dem Bau der Selzstellung in Ingelheim begonnen.

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Lückenschluss: Festungsbahn hatte Anschluss an Mainzer Dampfbahn

Betriebsabteilung der Festungseisenbahn vor einer Hartmann Dn2t-Lokomotive. Die Festungsbahn der Selzstellung stand im Mittelpunkt eines Vortrages, zu dem Verein der Straßenbahnfreunde Mainz eingeladen hatten. Im vollbesetzten Vortragsraum des Vereins informierten Georg Bertz und Dr. Rudolf Büllesbach über die Baugeschichte und den Verlauf der vor einhundert Jahren in Rheinhessen gebauten Bahn. Diese war mehr als 46 km lang und führte vom Rabenkopf bei Wackernheim über Ober-Olm, Hechtheim bis nach Weisenau. Abzweigungen gab es nach Ebersheim und Zornheim, nach Marienborn und nach Finthen. Die Festungsbahn mit ihren drei Linien diente dazu, die Baustoffe (insbesondere für die Armierung ab 1914) herbeizuschaffen sowie den Transport der Munition und der Verpflegung sicherzustellen. Weiterhin hatte die Feldbahn eine wichtige Aufgabe für den Kriegsfall: Nur mit einem schnellen Transportmittel war es möglich, die mehrere Tausend Männer umfassenden Truppen zu den Festungsanlagen zu transportieren.

Großes Interesse gab es bei den Straßenbahnfreunden Mainz an dem Streckenabschnitt zwischen Wackernheim und Finthen. Hier hatten die Bauarbeiten im Jahre 1912 begonnen.

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Kaiserfort: Wilhelm II. gab Namen für Fort Rabenkopf

Fort Rabenkopf in Wackernheim Die Geschichte von Fort Rabenkopf und der Festungsanlagen in Wackernheim waren Gegenstand eines Vortrags am 15. April 2011 in Wackernheim. Hierzu hatte der Heimatverein Burg Windeck eingeladen, der im überfüllten Rathaussaal viele Gäste begrüßen konnte.

Das Fort Rabenkopf war nach dem Fort Muhl in Ebersheim die zweitgrößte Festungsanlage der Selzstellung. Bei dem Gebäude auf dem Rabenkopf handelte es sich um ein besonderes und in seiner Art nur einmal erbautes Festungswerk. Es wird auf den Plänen als »Munitionsraum auf dem Rabenkopf mit Telegraphenbetriebsstelle für Unterabschnitt I a« bezeichnet.

Kaiser Wilhelm II. stattete der Anlage am 11. April 1910 einen Besuch ab mit der Folge, dass es im Volksmund daraufhin als »Kaiserfort« bekannt wurde. Noch häufiger findet sich allerdings hierfür die Bezeichnung »Fort Rabenkopf«, obwohl dieses Festungswerk mit den klassischen Forts der Stadtbefestigung wenig gemeinsam hatte.

Der Munitionsraum auf dem Rabenkopf wurde 1910 auf der Grenze der Gemarkungen Wackernheim und Ingelheim erbaut.

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Essenheim: 30 Festungswerke gehörten zur Befestigungsgruppe

Essenheim: 30 Festungswerke gehörten zur Befestigungsgruppe Der Dorf- und Geschichtsverein Essenheim hatte zusammen mit der Gemeinde Essenheim am 16. April 2010 zu einem Vortrag " Festung Essenheim - Bilder und Geschichte rund um die Selzstellung" geladen. Mehr als einhundert Besucherinnen und Besucher ließen sich von den drei Referenten Georg Bertz, Rudolf Büllesbach und dem Essenheimer Adam Braunewell in eine vergessene Zeit entführen.

Diese Befestigungsgruppe Essenheim war besonderes stark ausgebaut. Sie bestand aus insgesamt 30 Festungswerken. Diesen war die vorgeschobene Stellung »Windhäuser Hof« vorgelagert. Bei einem feindlichen Angriff wäre es in diesem Bereich zu lang anhaltenden Kämpfen gekommen.

Mit der Befestigungsgruppe Essenheim begann der Abschnitt I der Selzstellung. Ihre 1909 gebaute Befehlsstelle lag in Finthen. Die Befehlsstelle für den Unterabschnitt I b war auf dem Layenhof erbaut worden, wo sich damals zwischen dem Münchwald (heute Flugplatz) und dem angrenzenden Ober-Olmer Wald noch ein stattliches Hofgut befunden hatte.

Die Anbindung des Hofgutes und der Befehlsstelle Layenhof erfolgte durch eine eigens gebaute Militärstraße, die entlang der Grenze des Ober-Olmer Waldes verlief.

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Überraschung: Schild der Zornheimer Bahnstation entdeckt

Ortsbürgermeister Dr. Werner Dahmen und Gerhard  Kneib mit dem Originalschild der »Station Zornheim« aus dem Ersten Weltkrieg, das 2009 wiederentdeckt wurde. Es war eine kleine Sensation: Kurz vor der Veranstaltung "Als die Eisenbahn nach Zornheim fuhr – Bilder und Geschichten rund um das Fort Muhl und den Stützpunkt Dechenberg" erinnerte sich der Zornheimer Winzer Gerhard Kneib, ein Holzbrett mit "irgendeiner alten Aufschrift" in seiner Scheune zu besitzen. Er holte es, und es war die Originaltafel vom Zornheimer Bahnhof aus dem Jahr 1914. Aufschrift: "Station Zornheim". Damit stand fest, was viele vor der Veranstaltung nicht glauben wollten und was in der Forschung zur Selzstellung lange kontorvers diskutiert wurde.: Die Feldbahn fuhr ab Beginn des ersten Weltkrieges wirklich nach Zornheim.

Eingeladen am 8. Mai 2009 hatten der Ortsbürgermeister von Zornheim und die Kultur- und Weinbotschafterin Hiltrud Hollich, die für ihre mündliche Prüfung die Geschichte vom "Fort Muhl" gewählt hatte und so auf das Thema aufmerksam geworden war. Mit vielen neuen Geschichten, Karten und Bildern konnten Georg Bertz und Rudolf Büllesbach das Fort Muhl, aber auch den Stützpunkt Dechenberg und die anderen Festungsanlagen in Zornheim wieder lebendig gemacht.

Die vorgeschobene Stellung Zornheim, auch als »V Zornheim« bezeichnet, bildete als Unterabschnitt V II a oberhalb von Sörgenloch, auf dem Zornheimer Plateau, dem Selzer Berg und dem Hahnheimer Knopf die am stärksten ausgebaute vorderste Front der Festung Mainz. Als vorgeschobene Stellung war diese Befestigungsgruppe dafür vorgesehen, den ersten Ansturm feindlicher Truppen im Kriegseinsatz abzuwehren und deren Vordringen gegen die Hauptstellung zu verhindern.

Die vorgeschobene Stellung Zornheim bestand aus insgesamt 89 Festungswerken.

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Selzstellung: Aus dem kollektiven Gedächtnis von Rheinhessen verschwunden

Verlauf der SelzstellungJubiläen sind immer eine gute Gelegenheit, an wichtige und prägende Ereignisse der Vergangenheit zu erinnern. In diesem Jahr jährte sich der Beginn des Aufbaus der Selzstellung zum 100. Mal. Diese Festungsanlagen haben einige Jahre die Menschen in Rheinhessen berührt und die Landschaft entscheidend geprägt. Bis 1916 wurden auf einer Länge von 26 km mehr als 300 Festungsanlagen errichtet, die sich halbkreisförmig durch die rheinhessischen Ortschaften Heidesheim, Wackernheim, Ober-Olm, Nieder-Olm, Zornheim, Ebersheim und Gau- Bischofsheim erstreckten. Die Versorgung des Forts und der Bunkeranlagen lief über Militärstraßen und den oftmals parallel dazu verlaufenden, rund 40 Kilometer langen Festungsbahnen.

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Festung Mainz: Befestigungen erstreckten sich bis Ebersheim

Festungsbahn in Ebersheim

"Die Eisenbahn ist tatsächlich nach Ebersheim gefahren" - diese und weitere überraschte Aussagen gab es nach der Veranstaltung "Als die Eisenbahn durch Ebersheim fuhr - Geschichten und Bilder rund um das Fort Muhl". Der Ebersheimer Gewerbevereins hatte am 20. Oktober 2007 zu der Veranstaltung "eingeladen und war selber überrascht, dass das Weingut Nauth bis auf den letzten Platz gefüllten war.

Georg Bertz und Rudolf Büllesbach hatten Dokumente gesichtet, Archive durchforstet und seltene Fotos aufgetan. Die Ergebnisse verblüfften die meisten Besucherinnen und Besucher. Mehr als 300 Festungsanlagen waren bis 1916 in Rheinhessen gebaut worden und bildeten den gewaltigen Festungsgürtel der Selzstellung. Die Versorgung von Fort Muhl und der übrigen Festungsanlagen lief über Militärstraßen und den oftmals parallel dazu verlaufenden, rund 46 Kilometer langen Festungsbahnen.

Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich überrascht, dass sich die Festung Mainz im Ersten Weltkrieg bis Ebersheim erstreckte.

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Fort Muhl: Bedeutendstes Werk der Selzstellung

"Als Kinder haben wir hier in den Trümmern gespielt. Wir wussten aber nicht, was das für eine großes Fort war", so eine Besucherin nach der Veranstaltung der Fa. PC Vorschneider bei der Ebersheimer Gewerbeschau.

Die Fa. PC Vorschneider hatte für den 3. Juni 2007 in die Töngeshalle eingeladen und es waren viele Besucherinnen und Besucher gekommen. Die beiden Referenten, Georg Bertz und Rudolf Büllesbach, stellten erstmals die Ergebnisse ihrer Forschungen zur Selzstellung in Rheinhessen vor. Im Mittelpunkt des Vortrages stand dabei das Fort Muhl.

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Quellen der Bilder beim Start der Seite: Ausschnitt eines Gemäldes von André Brauch (Bild 1), Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes, Berlin (Bilder 2 und 4), Bild- und Plansammlung des Stadtarchives Mainz (Bilder 3 und 5) Quellen der Bilder über dem Text der Seite Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes, Berlin (Bild links), Bild- und Plansammlung des Stadtarchives Mainz (Bild Mitte)

Quelle aller aktuellen Karten auf dieser und den folgenden Seiten: GeoBasis-DE/LVermGeoRP2012-09-24 DTK 25, bearbeitet von Luwig Schirmer

 

 

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»Die Geschichte von Mainz ist in der ältesten Zeit ausschließlich, in der späteren vorwiegend, eine Geschichte seiner Festung und Garnison. Seit nahezu zweitausend Jahren das stärkste Bollwerk und mächtigstes Waffenlager am Rhein, ward Mainz der Schauplatz so vieler Kämpfe, Belagerungen und Kriegsnöte wie keine andere Stadt auf deutscher Erde. Soldaten aus fast allen Ländern der Welt sind im Lauf der Jahrhunderte durch seine Tore gezogen und auf seinen Wällen standen die berühmtesten Feldherren Europas von Drusus bis zu Gustav Adolf, Prinz Eugen, Napoleon und Moltke« (Börckel, 1913)

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